Aktionstag am 9. November im Klinikum Ingolstadt

Das Klinikum Ingolstadt lädt am 9. November herzlich zum Aktionstag im Rahmen der Malnutrition Awareness Week ein. Von 9 bis 12 Uhr erfahren Beschäftigte, Patientinnen und Patienten sowie Angehörige an zehn Informationsständen im Klinikfoyer Wissenswertes rund um das Thema Mangelernährung und können sich persönlich mit Fachleuten austauschen.

Mangelernährung (unzureichende Zufuhr oder Aufnahme von Energie, Protein und anderen Nährstoffen) bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Mensch untergewichtig ist. Sie kann jedoch die Wundheilung, den Genesungsprozess und die Lebensqualität beeinträchtigen. Mögliche Folgen sind Muskel- und Kraftverlust sowie daraus resultierende Einschränkungen der körperlichen und geistigen Funktionen. Auch Menschen mit Normal- oder Übergewicht können unzureichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt sein. Besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten mit chronischen oder schweren Erkrankungen, beispielsweise Tumorerkrankungen.

Mögliche Warnsignale sind unbeabsichtigter Gewichtsverlust, verminderter Appetit, anhaltende Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme oder ein zunehmender Verlust an Kraft. Werden diese frühzeitig erkannt, können ernährungsmedizinische Maßnahmen dazu beitragen, den Ernährungszustand und die Versorgung der Betroffenen zu verbessern.

Information und Austausch für Fachpersonal, Patienten und Angehörige

Der Aktionstag richtet sich gleichermaßen an Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen sowie Patientinnen und Patienten und deren Angehörige. Im Mittelpunkt steht die frühzeitige Erkennung von Mangelernährung und der interdisziplinäre Austausch. Betroffene und Angehörige haben die Möglichkeit, sich verständlich und praxisnah über mögliche Warnsignale, gesundheitliche Folgen und Unterstützungsangebote zu informieren.

Zehn Informationsstände – ein gemeinsames Ziel

Die Informationsstände bieten Gelegenheit, sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen. Besucherinnen und Besucher können individuelle Fragen stellen, sich über die Erkennung und Behandlung von Mangelernährung informieren und mit Fachleuten austauschen. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und für die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit wichtigen Nährstoffen zu sensibilisieren.

Am Donnerstag, 12. November, beteiligt sich das Klinikum zusätzlich erstmals mit zwei Stationen am internationalen NutritionDay. Dabei werden in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen standardisiert und anonymisiert Daten zur Ernährungssituation und Ernährungsversorgung von Patientinnen und Patienten erhoben. Ziel ist es, mögliche Ernährungsrisiken sichtbar zu machen, die eigene Versorgungssituation zu reflektieren und die Ergebnisse im internationalen Vergleich einzuordnen.

Die gewonnenen Erkenntnisse können dazu beitragen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und die Bedeutung einer bedarfsgerechten Ernährung in der Patientenversorgung weiter in den Fokus zu rücken.

 

 

Veröffentlicht: 4. November 2026 | Aktualisiert: 4. November 2026 | Kategorien: Pressemitteilungen | Schlagwörter: |
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