Die wollen doch nur spielen: Mithilfe von extra geschulten Besuchshunden erleben die Patientinnen und Patienten in der Akutgeriatrischen Tagesklinik des Klinikum Ingolstadt ganz besondere Mitmachstunden. Ziel ist es, nicht nur gemeinsam Zeit zu verbringen und Ablenkung zu schaffen, sondern auch zusammen zu lernen, zu spielen und sich zu bewegen.
Dante ist heute der Star in der Akutgeriatrischen Tagesklinik des Klinikum Ingolstadt in der Münchener Straße. Er ist neugierig, hat große Augen und sucht Nähe. Dante ist ein Kromfohrländer – und der heutige Besuchshund. Mehr als zehn Patientinnen und Patienten der Tagesklinik erleben eine ganz besondere Therapiestunde. Alle mit unterschiedlichen Diagnosen und Krankheiten, heute aber mit der gleichen Freude: Hund Dante sorgt für Abwechslung im Alltag, aber vor allem auch für ein wichtiges Angebot – es geht um Mobilität, um Bewegung, um Koordination und um Konzentration.

„Fein machst du das“, sagt eine Patientin und streichelt Dante, der sich schwanzwedelnd für die Leckerli bedankt. Nach der Begrüßungsrunde und einem ersten Kennenlernen oder Beschnuppern – je nach Perspektive und Spürnase – gibt es Aufgaben für die Patientinnen und Patienten. Dante trägt eine kleine Tasche, läuft von Person zu Person – und die Patientinnen und Patienten dürfen aus der Tasche einen Zettel ziehen und vorlesen. Es warten Aufgaben wie einen Ball hinter dem Rücken zur nächsten Person weitergeben oder ihn einer anderen Person zuzuwerfen. „Wir trainieren so die motorischen Fähigkeiten, um leicht und spielerisch in Bewegung zu kommen und aktiv zu bleiben“, erklärt Prof. Birgit Herting, Direktorin der Klinik für Akutgeriatrie.

Von Aufgabe zu Aufgabe fällt es den Patientinnen und Patienten leichter – auch das Miteinander. Man kommt ins Gespräch, es wird gelacht und gescherzt. „Diese Stunden sind für die Patientinnen und Patienten immer etwas Besonderes. Die Besuchshunde sind ein wichtiger Baustein unseres therapeutischen Angebots“, ergänzt Prof. Herting. Neben der körperichen Aktivität steht auch der mentale Aspekt im Fokus: „Diagnosen, Krankheit, Symptome – all das kostet Kraft, vor allem mental. Umso wichtiger ist es für uns, den Patientinnen und Patienten auch eine Freude zu bereiten und für schöne, positive Momente zu sorgen. Auch das ist ein bedeutsamer Punkt in unserer Therapie.“
Zurück zu Dante: Die Patientinnen und Patienten freuen sich über den tierischen Besuch, streicheln den Hund immer wieder, suchen den Kontakt und genießen es, ihn beim Balljagen zu beobachten. Da gibt es auch mal ein Leckerli extra – von einer Patientin oder von der ehrenamtlichen Betreuerin des ASB-Besuchshundediensts Ingolstadt.

