Traumatage 2026 am Klinikum Ingolstadt verbinden realitätsnahe Simulationen mit aktuellen Fachvorträgen

Wie die Versorgung Schwerverletzter im Ernstfall reibungslos funktioniert, trainierten Fachkräfte aus Medizin, Pflege und Rettungsdienst bei den Traumatagen 2026 am Klinikum Ingolstadt. Die interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung wurde vom Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie gemeinsam mit den Kliniken für Anästhesie und Intensivmedizin, für Akut- und Notfallmedizin sowie der Kinderchirurgie des Klinikums Ingolstadt am 13. und 14. März 2026 veranstaltet. Über 130 Teilnehmende waren an beiden Tagen vor Ort.

Den Auftakt bildete am Freit

ag ein Praxistag im klinikeigenen Simulationszentrum ISI in der Ingolstädter Innenstadt. In realitätsnahen Szenarien konnten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen verschiedene Notfallsituationen trainieren. Beispielsweise wurde die Versorgung eines Motorradfahrers nach einem Unfall zunächst an der Unfallstelle und anschließend in der Notaufnahme simuliert. In weiteren Workshops ging es unter anderem um die Behandlung stark blutender Verletzungen sowie um besondere Herausforderungen in der Versorgung von Kindern – etwa das Intubieren von kleinen Kindern und Säuglingen.

„In der Traumaversorgung zählt nicht nur medizinisches Fachwissen, sondern vor allem das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten. Simulationen wie diese helfen, Abläufe zu trainieren und im Ernstfall sicher zu handeln“, betonte Prof. Dr. Hans-Georg Palm, Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie und Tagungspräsident der Traumatage, im Rahmen der Veranstaltungseröffnung.

Aktuelle Entwicklungen in der Traumaversorgung

Am Samstag fanden Fachvorträge zu aktuellen Themen der Traumaversorgung statt. Im Mittelpunkt standen unter anderem das Konzept der „Just Culture“, das aus der professionellen Luftfahrt stammt und einen offenen Umgang mit Fehlern fördert, um daraus systematisch zu lernen. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit der Bedeutung funktionierender Teams in Extremsituationen sowie mit speziellen Aspekten der Kindertraumatologie.

„Die Kombination aus praxisnahen Workshops in unserem klinikeigenen Simulationszentrum und ausgewählten Expertenvorträgen bietet ein sehr überzeugendes Fortbildungsformat, das bereits zum dritten Mal in unserem Haus stattfindet“, erklärt Dr. Andreas Tiete, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer am Klinikum Ingolstadt. „Gerade für  die Versorgung Schwerverletzter ist es entscheidend, dass alle beteiligten Berufsgruppen regelmäßig trainieren, sich austauschen und voneinander lernen. Veranstaltungen wie die Traumatage leisten dazu einen wichtigen Beitrag – für eine starke und verlässliche Notfallversorgung in  unserer Region und darüber hinaus.“

Veröffentlicht: 19. März 2026 | Aktualisiert: 19. März 2026 | Kategorien: Pressemitteilungen | Schlagwörter: |
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