Dank moderner Endoprothetik, intensiver Physiotherapie und Rehabilitation fand Christian Munzinger zurück zu einem aktiven, schmerzfreien Leben.
Was mit gelegentlichen Hüftschmerzen begann, entwickelte sich für Christian Munzinger über wenige Jahre hinweg zu einer zunehmenden Belastung. Ursache war eine beidseitige Hüftkopfnekrose bei leichter Hüftdysplasie. Die zugrunde liegende Fehlstellung war lange unentdeckt geblieben und konnte durch jahrelangen intensiven Sport muskulär kompensiert werden, sodass zunächst kaum Beschwerden auftraten. Mit der Zeit wurden Spaziergänge jedoch kürzer, sportliche Aktivitäten zunehmend von Schmerzen bestimmt und selbst alltägliche Bewegungen fielen schließlich schwer. Erst die Implantation beider künstlicher Hüftgelenke am Klinikum Ingolstadt brachte ihm seine Beweglichkeit – und damit ein großes Stück Lebensqualität – zurück. Entscheidend für den Behandlungserfolg waren dabei nicht nur die Operationen selbst, sondern ebenso die anschließende Physiotherapie, die Rehabilitation und die aktive Mitarbeit des Patienten.
„Am Anfang waren es nur leichte Schmerzen und damit verbundene Einschränkungen. Irgendwann wurden selbst normale Dinge wie längeres Gehen oder Sport schwierig. Die Schmerzen haben meinen Alltag immer mehr bestimmt“, erinnert sich Christian Munzinger Mit jedem Monat musste er auf mehr verzichten. Was früher selbstverständlich war, wurde zunehmend zur Herausforderung. „Ich habe gemerkt, dass mein sonst so befreiender Sport zur Belastung wurde. Und das schon mit Anfang 50. Da wusste ich: Das muss sich wieder ändern.“ Durch die Hoffnung, dass sich das wieder ändert, fiel ihm die Entscheidung für eine Operation leicht. Wie viele Betroffene hatte aber auch er großen Respekt vor einem künstlichen Hüftgelenk und vor allem den damit verbundenen Fragen und Unsicherheiten darüber, was danach kommt.
Begleitet wurde Christian Munzinger von Dr. Markus Peyerl, Leiter der Sektion Orthopädische Chirurgie und Endoprothetik im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie des Klinikums Ingolstadt. Herr Dr. Peyerl ist Senior-Hauptoperateur im Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung unter Leitung von Dr. med. Nikolaus Freiherr von Bodman. „Die Angst vor einer Hüftoperation ist völlig verständlich. Deshalb nehmen wir uns Zeit für unsere Patientinnen und Patienten. Wir möchten ihre Sorgen ernst nehmen, alle Fragen beantworten und gemeinsam die individuell beste Behandlung finden. Vertrauen und Ehrlichkeit sind die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie.“ Nach ausführlicher Beratung entschied sich Christian Munzinger schließlich für den Eingriff. Beide Hüftgelenke wurden innerhalb weniger Monate erfolgreich ersetzt.
Mehr als eine erfolgreiche Operation
Schon kurz nach den Eingriffen stellte sich eine deutliche Verbesserung ein. „Plötzlich waren Bewegungen wieder schmerzfrei möglich. Ich konnte wieder unbeschwert gehen. Selbst Beschwerden, die ich längst als Teil meines Alltags akzeptiert hatte, waren über Nacht verschwunden. Das war ein unglaubliches Gefühl.“ Mindestens genauso wichtig wie die Operation war für ihn jedoch die Zeit danach. „Die Physiotherapie hat mir enorm geholfen. Schritt für Schritt habe ich wieder Vertrauen in meinen Körper gewonnen. Mit jeder Übung wurde ich beweglicher und sicherer. Die Therapeutinnen und Therapeuten haben mich motiviert und begleitet. Ohne diese Unterstützung wäre ich heute sicherlich nicht dort, wo ich jetzt bin.“ Auch Dr. Peyerl sieht den langfristigen Behandlungserfolg als Teamleistung.
„Die Operation schafft die Grundlage. Der eigentliche Weg zurück in ein aktives Leben beginnt jedoch danach. Eine gute Physiotherapie, eine strukturierte Rehabilitation und die engagierte Mitarbeit der Patientinnen und Patienten sind entscheidende Bestandteile des Heilungsprozesses. Erst das Zusammenspiel aller Bausteine führt langfristig zu einem erfolgreichen Ergebnis.“
Zurück zu einem aktiven Alltag
Heute genießt Christian Munzinger wieder die Dinge, auf die er lange verzichten musste. Radfahren, Wandern und sogar leichtes Volleyballspielen gehören wieder selbstverständlich zu seinem Leben. „Sport war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Wieder aktiv sein zu können, bedeutet für mich Freiheit. Vor allem aber habe ich meine Lebensqualität und die Freude an der Bewegung zurückbekommen.“ Besonders bewusst werde ihm der Erfolg im Alltag. „Heute kann ich wieder problemlos meine Schuhe binden und etwas vom Boden aufheben, ohne Schmerzen zu empfinden. Früher waren auch diese Dinge sehr mühsam.“ Dass moderne Hüftprothesen heute deutlich mehr ermöglichen, als viele Menschen vermuten, erlebt Dr. Peyerl regelmäßig.
„Viele denken noch immer, dass künstliche Hüftgelenke ausschließlich für ältere Menschen infrage kommen. Tatsächlich ist nicht das Alter entscheidend, sondern die individuelle Situation. Moderne Implantate, schonende Operationsverfahren und ein strukturiertes Nachbehandlungskonzept ermöglichen vielen Patientinnen und Patienten heute eine erstaunlich hohe Lebensqualität. Auch sportliche Aktivitäten seien nach einer erfolgreichen Versorgung häufig wieder möglich. „Welche Belastungen unbedenklich sind, besprechen wir immer individuell. Unser Ziel ist nicht nur Schmerzfreiheit. Wir möchten, dass unsere Patientinnen und Patienten wieder das tun können, was ihnen Freude bereitet.“
