Volles Haus beim ersten Parkinsonfachtag des Klinikum Ingolstadt – Vielfältiges Angebot trifft auf großen Anklang

Tischtennis und Tai-Chi, VR-Brillen und Vorträge, Tanz und Therapie – der erste Parkinsonfachtag am Klinikum Ingolstadt verband am Samstag den 24. Oktober Bewegung, Information und innovative Therapieansätze. Die sehr gut gefüllten Reihen machten deutlich, wie groß das Interesse an Austausch und neuen Impulsen im Umgang mit Parkinson ist.

Insgesamt 150 Besucherinnen und Besucher nutzten am vorletzten Samstag das Angebot des Klinikums Ingolstadt und informierten sich beim ersten Parkinsonfachtag zu verschiedenen Themen. Vor allem aber wurden die Interessierten selbst aktiv: Nach den Vorträgen am Vormittag, die praxisnahe Einblicke und alltagstaugliche Informationen gaben, stand am Nachmittag das Mitmachen im Mittelpunkt: Bei verschiedenen Workshops und Aktivitäten konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden und neue Ansätze im Umgang mit Parkinson kennenlernen.
Unter anderem animierten VR-Brillen spielerisch zum Bewegen, wenige Meter weiter lud eine Tischtennisplatte zu einem Spiel ein. „Eine Folge von Parkinson ist, dass Bewegungsabläufe langsamer und „kleiner“ werden. Das gilt auch für die Stimme und das Sprechen, die oft leiser, rauer und monotoner erscheinen“, erklärte Prof. Birgit

Herting, Direktorin der Klinik für Akutgeriatrie am Klinikum Ingolstadt. „Deswegen ist es unser Ziel, Kleines wieder groß zu machen.“

Das geht am besten durch Training und Bewegung – wie in den einzelnen Workshops eindrucksvoll gezeigt wurde: Beim Tanzworkshop mit Christine Hasting wurde mit Musik gemeinsam getanzt – in großen Bewegungen, rhythmisch und mit jeder Menge Spaß. Action gab es auch bei der Physiotherapiegruppe Manching und der Ergotherapie.

Auch in der Sporthalle des Klinikum Ingolstadt war an diesem Nachmittag Bewegung die oberste Priorität: Mit den sanften Bewegungen des Tai-Chi kamen die Besucherinnen und Besucher ohne große Einstiegshürde dynamisch und gemeinsam in Schwung. Wenige Räume weiter ging es um die Stimme, die ebenfalls trainiert wurde – auch hier laut und groß: „Wir wollen zeigen, welche unterschiedlichen Therapieansätze bei Parkinson außer den bewährten Medikamenten und der Tiefen Hirnstimulation nachweislich helfen können“, erklärte Prof. Herting. Unter den 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren viele ehemalige und aktuelle Patientinnen und Patienten, unter anderem auch aus Augsburg, Ansbach, Bayreuth und München – sogar aus Dessau reisten Besucherinnen und Besucher an.

„Wir wollen dem Thema Altersmedizin mehr Beachtung schenken, da es ein zunehmend wichtiges Thema für immer mehr Menschen ist“, betonte Herting und fügte an: „Aber nicht angestaubt, sondern innovativ, zukunftsorientiert und mit Freude an einer ganzheitlichen, fachgruppen- und berufsgruppenübergreifenden Behandlung. Heute ist das hervorragend gelungen – wir haben viele sehr persönliche Gespräche geführt.“ Die zweite Auflage des Parkinsonfachtags am Klinikum Ingolstadt befindet sich bereits in der Planung.

Veröffentlicht: 4. November 2026 | Aktualisiert: 4. November 2026 | Kategorien: Pressemitteilungen | Schlagwörter: |
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